Wir bauen am Heil – für uns und unsere Mitmenschen

31.08.2025

Bezirksapostel Thomas Deubel diente in Zürich-Hottingen mit dem Bild des Bauens: Am Heil arbeiten heisst, im Vertrauen auf Christus an der eigenen Seele und am Heil der Mitmenschen mitzuwirken. Der weitere Predigtbeitrag sowie die Amtshandlungen unterstrichen diesen Auftrag.

Bibelwort:
„Und sie sprachen: Auf, lasst uns bauen! Und sie stärkten ihre Hände zum guten Werk.“
(Nehemia 2,18b)

Bezirksapostel Thomas Deubel diente am 31. August 2025 in Zürich-Hottingen und den per Bild und Ton angeschlossenen Gemeinden aus der Region Zürich mit dem Leitgedanken:
„Am Heil bauen“.

Ausgehend von Nehemia, der das zerstörte Jerusalem wiederaufbauen liess, stellte der Bezirksapostel die geistliche Parallele heraus: Auch die Kirche Christi ist heute zum Bauen am Heil berufen. Baustellen können mühsam sein, doch sie eröffnen Neues. So gilt es, im Glauben nicht stehen zu bleiben oder sich mit Oberflächlichkeit abzufinden, sondern entschlossen am eigenen Heil und am Heil der Mitmenschen mitzuwirken.

Wie Nehemia sich im Gebet an Gott wandte, Busse tat und Hilfe erbat, so sollen auch die Gläubigen heute ihre „Einsprache“ im Gebet an Gott richten – gerade dann, wenn Sorgen, fehlendes Licht oder Hoffnungslosigkeit das Weiterbauen erschweren. Christus selbst ist die Grundlage und das Licht, das neue Perspektive schenkt.

Das Bauen am Heil umfasst:

  • das persönliche Glaubensleben (Vertrauen, Geduld, Gebet, Ausdauer),
  • die Gemeinschaft in der Gemeinde (Herzlichkeit, Harmonie, Nächstenliebe),
  • und die Weitergabe des Glaubens (Beitrag zum Heil anderer).

Dabei erinnerte der Bezirksapostel: Wir sind keine Architekten, sondern einfache Bauleute im Werk Gottes. Christus ist Fundament, Weg, Wahrheit und Leben; der Heilige Geist wirkt als Bauleiter. Bauvorschriften wie das Evangelium, die Gebote und die Liebe geben die Richtung vor. Auch der Glaube steht „unter Denkmalschutz“ – er ist nicht nur Erinnerung, sondern lebendige Kraft für Gegenwart und Zukunft.

So rief der Bezirksapostel die Gemeinden auf, sich mit ihren Gaben einzubringen, sei es im Gebet, durch Hilfsbereitschaft oder durch ein glaubwürdiges Zeugnis. Entscheidend sei die Haltung: das Wort nicht nur hören, sondern Täter desselben sein – zum Heil der eigenen Seele und zum Heil der Mitmenschen.

Bezirksältester Roland Keller knüpfte daran an und betonte das Vertrauen zu Gott als Grundlage, damit seine Hilfe wirksam wird. Er verglich das Glaubensleben mit einer Infrastruktur, die regelmäßig erneuert werden muss, damit Wort und Geist beständig wirken.  Mit einem ermutigenden Bild schloss er: Der Zug des Glaubens fährt weiter – dem Tag des Herrn entgegen.

Im Anschluss fanden mehrere Amtshandlungen statt. Bezirksapostel Deubel versetzte den Bezirksältesten Roland Keller nach 41 Jahren Amtstätigkeit, davon über 13 Jahre als Bezirksvorsteher, in den Ruhestand und entband ihn von seinem Amtsauftrag. Er würdigte mit berührenden Dankesworten dessen Glauben, Liebe, Energie und grosses Herz. Ebenso wurde Hirte Daniele Capossele von seiner Aufgabe als Bezirksvorsteher entlastet. Er wird weiterhin als Hirte in Zürich-Affoltern wirken. Schliesslich beauftragte der Bezirksapostel Hirte Urs von Gunten als neuen Bezirksvorsteher für den Bezirk Zürich-West mit dem Auftrag, Christus stets in die Mitte zu stellen und die Geschwister mit Liebe und Glauben zu begleiten.

Nachfolgend auf die bereits im Januar 2025 angekündigten neuen Bezirksstrukturen in der Region Zürich ergänzen die Amtshandlungen die personelle Basis für den Start in die Neugliederung der drei Bezirke Zürich-Oberland, Zürich- See und Zürich- West.