Auf festem Grund erbaut

11.01.2026

„Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet“ (Apostelgeschichte 2,42). Mit diesem Bibelwort besuchte Apostel Reto Keller die Gemeinde Albisrieden, um den neuen Gemeindevorsteher zu beauftragen und zwei Kinder zu versiegeln.

Zu Beginn des Gottesdienstes erklang das Chorlied (CB 355): „Erbaut auf ewigem Grunde steht Christi Kirche da.“ Ein passender Auftakt in einer Zeit, die uns herausfordert. Der Jahresbeginn 2026 war von Schicksal und Leid geprägt, die im ganzen Land spürbar sind und betroffen machen. Immer wieder stehen wir vor Situationen, die uns verunsichern. Wo finden wir Halt, Ruhe und Sicherheit? Bei Gott, unserem Vater. Er ist unveränderlich, verlässlich und hat einen Plan. Darauf dürfen wir vertrauen - ganz im Sinne unseres Jahresmottos: „Fürchte dich nicht, glaube nur.“

Im Psalm 75,4 lesen wir: „Die Erde mag wanken und alle, die darauf wohnen, aber ich halte ihre Säulen fest.“ Vielleicht gerät gerade deine persönliche Welt ins Wanken, vielleicht scheint unsere Gesellschaft da und dort aus den Fugen zu geraten - doch wir dürfen gewiss sein: Gott hat alles in seiner Hand.

 

Einblick in die erste Gemeinde

Der Apostel gab einen Einblick in das Leben der ersten Gemeinde und verband dies mit einem Auftrag an die Gemeinde Albisrieden und den neuen Vorsteher: Herzen öffnen, in Einmütigkeit zusammenstehen, einander stärken, das Evangelium ins Zentrum stellen und gemeinsam Grosses erleben. Das Wichtigste betonte er zum Schluss: Den Herrn täglich erwarten.

 

Besondere Momente

Ein Höhepunkt des Gottesdienstes war die heilige Versiegelung zweier Zwillingsmädchen. Zur Vorbereitung erklang das Chorlied 328 mit dem Refrain: „Eine kleine Leuchte gab dir Jesus in die Hand; lass sie helle strahlen ins dunkle Erdenland!“ Die Versiegelung ist ein tiefgreifender, von aussen nicht sichtbarer Vorgang, der für die Kinder eine grosse innere Bedeutung hat.

 

Nach der Feier des heiligen Abendmahls wurde der bisherige Gemeindevorsteher von seiner Leitungsaufgabe entbunden und der neue Gemeindevorsteher beauftragt. Es ist ein schönes Zeichen von Kontinuität, dass der bisherige Gemeindevorsteher als Stellvertreter für den neuen Gemeindevorsteher ernannt wurde und diesen weiterhin im aktiven Dienst unterstützt. Die besondere, heilige Atmosphäre dieser Augenblicke war deutlich spürbar. Der Apostel erinnerte nochmals an das Bibelwort: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Der neue Vorsteher muss sich nicht sorgen - er ist nicht allein. Sein Wunschlied war das Chorlied (CB 131) „Alles Leben strömt aus dir“, aus dem der Apostel einige Gedanken mit auf den Weg gab: „dass ich fühle, dass ich bin, …nicht sich irre von dem Ziel.»