Der Weg zu unserer Erlösung und unserem Heil

23.07.2025

Als Grundlage zum Gottesdienst diente der Brief von Paulus an seinen Freund Timotheus (1. Tim 4,16):
«Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.»

Am Mittwochabend, 23. Juli 2025, hielt Bischof Fässler in unserer Kirche Baden-Wettingen einen Gottesdienst. Trotz Sommerferien versammelte sich eine festliche Gemeinde in freudiger Erwartung auf das Wirken Gottes.

 

Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre

Gott will uns gemeinsam auf ein grosses Ereignis vorbereiten, um mit Jesus im Tausendjährigen Friedensreich als dem königlichen Priestertum unterwegs zu sein. Das ist eine herausragende Aufgabe, damit der Heilsplan in vollkommener Weise vollendet wird. Jeder Mensch soll erfahren, dass Gott ewige Gemeinschaft mit seinen Geschöpfen erleben will. Jetzt ist die grosse Vorbereitung auf diese Aufgabe.

 

Beharre in diesen Stücken!

Stellen wir uns dieser Herausforderung, wir sind dazu erwählt. Heute bezeugt uns Gott: "Ich liebe dich, bleib treu und gehe mit mir diesen Weg." Erinnern wir uns an Pfingsten: Das Evangelium von Jesus ist Wahrheit, Gott liebt dich. Jesus ist gestorben, auferstanden und wird bei seiner Wiederkunft uns entgegenkommen.

Als Lazarus vier Tage verstorben war, kam Jesus nach Betanien. Marta ging ihm entgegen, mit dem Schmerz, dass Jesus den Tod von Lazarus nicht verhindert hatte. Auch wir erleben ähnliche Situationen. Wir wollen Jesus entgegen gehen, obwohl wir uns fragen: Gott bist du da? Du kommst zu spät! Wie Marta wollen wir weiterhin liebevoll aufeinander zugehen, denn dieses Bild gehört zur Verkürzung der Zeit.

Erinnern wir uns an die Situation der Samariterin am Brunnen mit Jesus. Als sie Jesus erkannte, hat sie den Krug stehen gelassen. Der Krug war absolut wichtig in ihrem irdischen Leben. Doch sie liess ihn stehen.

Wie wohl tut es, wenn wir im Gottesdienst Jesus sehen und unsere irdischen Sorgen stehen lassen und Kräfte aufnehmen können, um Gutes zu tun. Gönnen wir uns einen Gottesdienst!

 

Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.

Bischof Fässler wünschte uns ein besonderes Erlebnis, das vielleicht gleichentags stattfindet. Wir sollen eine tiefe Berührung erleben und die Entschlossenheit bekommen, Jesus nachzufolgen und Gutes zu tun. Mache dies, um dich selbst zu retten und auch dem Nächsten zu helfen. So wie Saulus ein prägendes Erleben durch Jesus hatte und zum Paulus wurde.

Wenn man am Brunnen Wasser geschöpft hat, wird nach einer gewissen Zeit die Oberfläche still und man sieht sich selbst und auf der zweiten Ebene den Grund. Das sind die zwei Ebenen, die hier im Wort angesprochen werden – sich selbst und den Nächsten erkennen. Wir wollen Gutes an uns selbst tun, sich etwas «zu Liebe tun», sich selbst retten mit der Hilfe Gottes. In der Stille des Gottesdienstes zeigt uns Gott das Bild Jesus, in der Stille erkennen wir uns und Jesus.

Lot lebte mit seiner Familie in Sodom, in einer Stadt, in der die Menschen nach ihrem eigenen Gutdünken und ihren Lüsten lebten und die Nächsten missachteten. Gott sah Lot und seine Familie und wollte sie erretten. Gott will uns heute die Botschaft ins Herz legen: "Lass dich erretten, lass dich herausführen aus alten Verhaltensmustern, die nicht dem Wesen Jesu entsprechen." Wir wollen uns verändern und nicht zur Salzsäule erstarren.

Wir wollen als Kirche Christi die Schwachen und Bedürftigen sehen und ein Empfinden entwickeln und uns den Menschen zuwenden, die sich nach Gehör, Zuwendung und Wertschätzung sehnen. Wenn wir im Nächsten ein Geschöpf Gottes erkennen, dann tun wir das Gute und können so die Unvollkommenheiten des Nächsten tragen. Nimm dir Zeit dich zu erkennen und die Tiefe des Reichtums deines Lebens zu erfahren sowie dem Nächsten aus Liebe zu dienen. So gehen wir Jesu entgegen.

In ihrem Predigtbeitrag sagte die Diakonin, dass Kraft und Überzeugung aus dem Glauben kämen, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist und uns im Heiligen Abendmahl von seiner Kraft schenkt.

Gönnen wir uns einen Gottesdienst, damit es in uns stille wird und wir beharrlich bleiben und das Göttliche wahrnehmen können - in einer Welt mit vielen Möglichkeiten.

Weiter wies sie auf die Vision unserer Kirche hin: Eine Kirche, in der sich Menschen wohlfühlen und - vom Heiligen Geist und der Liebe zu Gott erfüllt - ihr Leben nach dem Evangelium Jesu Christi ausrichten und sich so auf sein Wiederkommen und das ewige Leben vorbereiten.

Schenken wir uns viel Liebe und sind dankbar für unsere Erwählung – als ein Geschenk Gottes.

In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl betonte unser Bischof, wie Gebet und Gottes Liebe aus schwierigen Verhältnissen führen und den Wunsch wecken, diese Liebe weiterzugeben. Schöpfen wir Kraft zur Veränderung aus der Realpräsenz Jesu Christi im Heiligen Abendmahl.